BitUcation Tool

Bitcoin Fork-Rechner

Wenn sich Bitcoin in zwei Ketten teilt, erbt die kleinere Kette die volle Mining-Schwierigkeit. Sie bekommt aber nur einen Bruchteil der Rechenleistung. Stell den Anteil ein und sieh, wie langsam eine solche Kette wird.

Der Kern in einem Satz: Die Schwierigkeit des Minings ist immer auf die gesamte Rechenleistung des Netzwerks geeicht. Spaltet sich eine Kette ab, bleibt diese Schwierigkeit zunächst unverändert bestehen. Wenn dann nur noch wenige Maschinen daran rechnen, dauert jeder Block entsprechend länger. Der eingebaute Selbstheilungsmechanismus greift erst nach 2.016 Blöcken. Genau das rechnet dieses Werkzeug durch.

Rechenleistung auf der Minderheitskette

Anteil an der gesamten Rechenleistung 0,15 %
0,1 %1 %10 %100 %

Das Beispiel BIP-110 bezieht sich auf die Kettenspaltung vom 8. August 2026. Nach Schätzungen aus dem Umfeld der Beteiligten blieben rund 99,85 Prozent der Rechenleistung auf der Hauptkette. Solche Angaben sind Momentaufnahmen und keine gemessenen Werte.

Folgen für die Minderheitskette

Durchschnittliche Blockzeit

Zielwert sind 10 Minuten

Blöcke pro Tag

normal sind rund 144

6 Bestätigungen dauern

normal rund 1 Stunde

Erste Difficulty-Anpassung

2.016 Blöcke, gezählt in Blöcken statt in Tagen

Wie lange bis zur Normalisierung

Pro Anpassung darf die Schwierigkeit höchstens um den Faktor 4 sinken. Bis wieder alle 10 Minuten ein Block kommt, vergehen insgesamt rund , konstante Rechenleistung vorausgesetzt.

PeriodeBlockzeitDauerSeit Split

Vereinfachtes Modell: konstante Rechenleistung, keine abwandernden Miner, kein Gebührenmarkt. In der Praxis verlassen Miner eine unrentable Kette eher, wodurch sich die Zeiten weiter verlängern.

Wichtig für dich als Bitcoin-Besitzer: Eine Kettenspaltung verändert deinen Bestand nicht. Weder die Obergrenze von 21 Millionen noch bereits bestätigte Guthaben werden angetastet.

Deine Bitcoin existieren nach einer Spaltung jedoch auf beiden Ketten. Ohne sauberen Replay-Schutz kann eine Transaktion, die du auf der einen Kette sendest, auch auf der anderen gültig sein. Beim Fork im August 2026 ist genau das eingetreten: Es sammelten sich hunderttausende Überweisungen auf der Minderheitskette an, viele davon ungewollt.

Die ruhige Strategie: Coins während einer Spaltung nicht bewegen, private Schlüssel niemals in unbekannte Software eingeben und abwarten, bis sich die Lage geklärt hat.

Häufige Fragen

Was ist ein Chain Split überhaupt?

Wenn sich ein Teil des Netzwerks auf andere Regeln einigt als der Rest, kann sich die Blockchain in zwei Ketten aufspalten. Beide teilen sich die gesamte Geschichte bis zum Zeitpunkt der Spaltung. Danach gehen sie getrennte Wege. Deine Coins von vor der Spaltung existieren dann auf beiden Ketten.

Warum sind Blöcke auf der Minderheitskette so langsam?

Die Mining-Schwierigkeit ist auf die gesamte Rechenleistung geeicht. Bleibt davon nur ein Bruchteil übrig, wird die Aufgabe kein bisschen leichter. Bei 10 Prozent dauert ein Block im Schnitt gut anderthalb Stunden statt zehn Minuten. Bei 0,15 Prozent sind es mehrere Tage.

Warum hilft die Difficulty-Anpassung nicht sofort?

Alle 2.016 Blöcke passt Bitcoin die Schwierigkeit an, damit Blöcke wieder etwa alle 10 Minuten gefunden werden. Der Haken: Gezählt wird in Blöcken, nicht in Tagen. Dauert ein Block mehrere Tage, vergehen bis zur ersten Anpassung Jahre. Und selbst dann darf die Schwierigkeit pro Runde höchstens um den Faktor 4 sinken. Die Erholung zieht sich also über mehrere Anpassungen.

Was bedeutet Replay-Risiko?

Weil beide Ketten dieselbe Geschichte teilen, ist eine Transaktion oft auf beiden gültig. Wer auf der einen Kette Coins bewegt, kann sie damit ungewollt auch auf der anderen ausgeben. Manche Abspaltungen bauen einen Schutz dagegen ein, andere nicht. Solange das ungeklärt ist, gilt: nichts bewegen.

Was ist beim Fork im August 2026 passiert?

BIP-110 war ein Vorschlag, der für rund ein Jahr begrenzen sollte, wie viele beliebige Daten eine Transaktion transportieren darf. Weil die Zustimmung der Miner mit 2,53 Prozent weit unter der nötigen Schwelle von 55 Prozent lag, spaltete sich am 8. August 2026 bei Block 961.632 eine eigene Kette ab. Sie erbte die volle Schwierigkeit, brachte es in den ersten beiden Wochen aber nur auf eine Handvoll Blöcke. Schätzungen für die erste Difficulty-Anpassung reichten von mehreren Jahren bis zu über zwei Jahrzehnten, je nachdem, welche Rechenleistung man ansetzt.

Muss ich bei einem Fork etwas tun?

Für die allermeisten Menschen lautet die Antwort: nein. Wer Bitcoin in eigener Verwahrung hält, muss nichts umstellen. Sinnvoll ist lediglich, größere oder eilige Überweisungen in einem solchen Zeitfenster zu verschieben und damit zu rechnen, dass Handelsplätze Ein- und Auszahlungen vorübergehend pausieren oder mehr Bestätigungen verlangen.

Neu bei Bitcoin? Bevor du dich mit Forks beschäftigst, lohnt sich das Fundament. Im Kurs „Meine ersten Bitcoin" lernst du Schritt für Schritt, wie Bitcoin funktioniert und wie du deine Coins sicher selbst verwahrst.

Dieses Werkzeug dient ausschließlich der Bildung. Die Berechnungen sind vereinfachte Modellrechnungen und keine Prognose. Keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung.

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Block
Moscow Time i
1 € in Sats
Der Begriff entstand durch ein Missverständnis: Im März 2021 nahm Twitter-CEO Jack Dorsey an einer Anhörung des US-Kongresses teil. Im Hintergrund stand eine Blockclock Mini, die damals 1952 anzeigte – also 1952 Satoshis pro US-Dollar. Der Cybersicherheitsforscher Chris Vickery hielt die Zahl für eine Uhrzeit und vermutete, Dorsey befinde sich in der Moskauer Zeitzone. Die Bitcoin-Community machte daraus ein Meme – und seitdem heißt der Satoshi-Preis in Dollar „Moscow Time“.
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