Stell dir einen Moment lang vor, du könntest dein gesamtes Erspartes innerhalb weniger Minuten ausgeben. Ein Gerät in die Hand nehmen, einen Code eintippen, bestätigen, fertig. Bequem, oder? Der Haken daran: Was für dich in wenigen Minuten möglich ist, ist es auch für jemanden, der dich dazu zwingt. Und es ist unmöglich für die Menschen, die dir wichtig sind, falls dir einmal etwas zustößt und niemand sonst weiß, wie es geht.
Genau an diesem Punkt steht Jan Winter, 42 Jahre alt. Jan spart seit einigen Jahren in Bitcoin und bewahrt seine Coins vorbildlich in Eigenverwahrung auf, auf einem einzelnen Hardware-Wallet. Ein Hardware-Wallet ist ein kleines Spezialgerät, das den geheimen Schlüssel zu den Coins schützt und niemals ans Internet lässt. So weit, so sicher. Jans PIN und seine zusätzliche Sicherheitsphrase existieren allerdings nur an einem einzigen Ort: in seinem Kopf. Seine Frau Julia möchte mit der Technik nichts zu tun haben, die beiden Kinder sind neun und zwölf.
Die Frage, die Jan nachts manchmal wachhält, ist einfach und unbequem zugleich: Was passiert mit den Ersparnissen, wenn ich morgen ausfalle? Kein Zettel, keine Anleitung, kein zweiter Mensch, der Bescheid weiß. In dieser Lektion lösen wir Jans Problem Schritt für Schritt. Am Ende hat Familie Winter eine Lösung, bei der niemand einen PIN auswendig können muss, bei der der Verlust eines einzelnen Geräts kein Drama ist und bei der sogar die Kinder verstehen, was zu tun ist.