Daraus ergibt sich eine klare Empfehlung. Wer gerade erst anfängt oder überschaubare Beträge verwahrt, ist mit einem einzelnen, gut geschützten Gerät bestens bedient. Das ist der richtige erste Schritt, und er bleibt richtig. Wie das in der Praxis aussieht, zeigt unser Kurs Sichere Verwahrung von Bitcoin.

FROST-Geräte entfalten ihren Wert dort, wo größere Beträge über lange Zeit sicher und über mehrere Orte verteilt liegen sollen und wo die Vererbung eine Rolle spielt. Für genau diesen Fall, für Familien wie die Winters, sind sie gebaut.

Ein Punkt bleibt dabei allerdings offen: Alle Geräte eines FROST-Setups stammen heute zwangsläufig vom selben Hersteller. Beim klassischen Multisig lässt sich genau das vermeiden, indem man Geräte verschiedener Anbieter kombiniert. Ein Fehler in der Firmware, eine schwache Zufallszahlenerzeugung oder ein manipulierter Lieferweg trifft dann nur einen Teil des Setups, die übrigen Schlüssel bleiben unberührt. Bei FROST fehlt diese Möglichkeit bislang, weil es noch keinen herstellerübergreifenden Standard für die Umsetzung gibt. Wer drei Geräte an drei Orte verteilt, verteilt damit zwar Standort und Zugriff, nicht aber das Vertrauen in einen einzigen Hersteller. Schöner wäre es, auch hier auf unterschiedliche Anbieter zurückgreifen zu können — dass sich das mittelfristig ändert, bleibt zu hoffen. Bis dahin ist es ein Kompromiss, den man kennen und bewusst eingehen sollte.